Wichtige Nährstoffe für eine gute Wundheilung

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Wichtige Nährstoffe für die Wundheilung und ihre Bedeutung für den

Heilungsprozess – eine Auswahl

Bei Mangel- oder Unterernährung leidet unsere Gesundheit in jeder Lebensphase.

In Ausnahmesituationen, wie bei einer Wunde, muss der Körper noch mehr leisten, damit die Heilung möglichst schnell voranschreitet und die Wunde nicht chronisch wird. 



Hier finden Sie ausgewählte wichtige Nährstoffe:

Proteine (Eiweiß) enthalten Stickstoff und sind für verschiedene Aufgaben im Körper zuständig, aufgrund ihrer Bedeutung werden sie auch als Grundbausteine bezeichnet. Besonders viel Protein ist in Muskeln, Haut und Knochen enthalten, es ist für das Wachstum und die Wiederherstellung von verletztem Gewebe unbedingt nötig. Enzyme und Hormone bestehen aus Eiweiß. Antikörper und andere Zellen des Immunsystems zählen ebenfalls zu den Proteinen.

Anzeichen von Proteinmangel können sein: Haare und Nägel hören auf zu wachsen, Wunden heilen schlecht.

Proteine setzen sich aus 20 verschiedenen Aminosäuren zusammen, 9 davon sind essenziell, das heißt sie müssen dem Körper mit der Ernährung zugeführt werden: Histidin, Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Threonin, Tryptophan und Valin.

 

Die übrigen Eiweißbestandteile können durch die Synthese im Körper hergestellt werden.

Arginin und Glutamin

Arginin und Glutamin benötigt man vorallem, um bei Wunden neue Zellstrukturen aufzubauen. Arginin fördert die Erneuerung von Gewebe, indem sie die Ablagerung von Kollagen an der Wunde anregt. Glutamin kommt im Körper in den größten Mengen vor und dient als Ausgangsmaterial zur Bildung von Glutathion, einem lebenswichtigen Antioxidans im Gewebe - unerlässlich bei Wunden und Stress, denn dadurch bilden sich freie Radikale, die auf lange Sicht viele gesundheitliche Probleme auslösen können. Diese „bösen“ freien Radikalen werden von speziellen Antioxidantien abgefangen, zum Beispiel von Glutathion!

Infektabwehr: Glutamin ist die wichtigste Energiequelle in den Zellen, auch in den Immunzellen, und stärkt daher das Immunsystem. Es besteht bei verletztem Gewebe ein erhöhter Bedarf an diesem Eiweißstoff im Darm, in der Leber und in den Zellen des Immunsystems.

 

Vitamin C

Unter den Mikronährstoffen ist Vitamin C (Ascorbinsäure) besonders hervorzuheben, weil es für die Wundheilung von großer  Bedeutung ist. Vitamin C kann vom Menschen und auch von einigen Säugetierarten nicht synthetisiert werden. Genau genommen ist uns das dafür notwendige Enzym in der Evolution abhanden gekommen. Ohne zusätzliche Vitamin C-Einnahme kommt es zur Mangelerscheinung. Als wasserlösliches Antioxidans kommt es im Blut, in Körperflüssigkeiten und in allen Zellen vor. Für die Kollagenproduktion ist die Ascorbinsäure ein unersetzbares Coenzym.

Durch Wunden und chronische Erkrankungen kann es zu Mangelzuständen kommen. Äußerst negativ wirkt sich Stress durch Infektion, Fieber, Verbrennungen, Muskeltrauma, Operationen, Diabetes oder hohen Alkoholkonsum aus. Die Vitamin-C-Speicher werden abgebaut. Die regelmäßige Einnahme von Medikamenten und Rauchen verdoppeln den Bedarf an Vitamin C. In diesem Fall ist eine Zufuhr mittels eines Nahrungsergänzungsmittels sinnvoll.

 

Kurz gesagt: Vitamin C beschleunigt die Heilung von Brüchen und Wunden und wirkt positiv auf Verbrennungen, Traumata und in der Rekonvaleszenz nach operativen Eingriffen.


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